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Apportierhunde

Apportierhunde oder Retriever wurden allgemein gezüchtet, um das vom Jäger erlegte Wild zu suchen und dem Jäger  zu bringen (“retrieve“). Bevorzugt bei der Vogeljagd eingesetzt, haben sie neben ihrer guten Nase auch eine Affinität zu Wasser.

In jüngster Zeit hat sich neben ihrem Einsatz als weiterer Schwerpunkt der Rettungseinsatz (Berg-, Wasser-, Rettungsdienste) heraus kristallisiert. Ein gut ausgebildeter Apportierhund kann in diesem Einsatzgebiet uneigennützig sein eigenes Leben in Gefahr bringen und so zum Lebensretter für andere werden. Erfahrene Einsatzkräfte arbeiten dabei meist in einem festen Mensch-Hund-Gespann. Hund und Besitzer sind ein festes Team und trainieren regelmäßig gemeinsam für den Ernstfall. Gehorsam und Vertrauen sind elementare Voraussetzungen für eine erfolgreiche Arbeit.

Unabhängig davon sind Apportierhunde aufgrund ihrer ausgesprochen guten Sozialisation beliebte Familienhunde. Voraussetzung ist allerdings, dass sie aus einer guten Zucht kommen und dass sie von ihren Menschen ausreichend mit Apportierspielen etc. beschäftigt werden.

Flat Coated Retriever

Der Ursprung der Rasse geht auf den gemeinsamen Stammvater aller Retriever, den "Saint John´s Dog" zurück. Dieser kleine Neufundländer war ein kräftiger, ausdauernder Schwimmer und wurde von Seeleuten etwa Mitte des 18. Jahrhunderts nach England gebracht und vermutlich mit Setter, Sheepdog und Water-Spaniel gekreuzt. Der Flatcoated Retriever ist ein sehr gelehriger aufmerksamer, konzentrierter und aktiver Gebrauchshund, der nicht nur bei der Jagd seine hervorragenden Eigenschaften unter Beweis stellen kann. Er zeigt alle Vorzüge, um ihn in jedem Gelände einzusetzen. Seine Wetterunempfindlichkeit, Schnelligkeit, gute Auffassungsgabe und seine Führerbezogenheit machen ihn zu einem wertvollen Gebrauchshund und zu einem idealen Begleiter.

Der Flat-Coated Retriever gehört zu den leichtführigen Hunderassen. Die Verspieltheit des Junghundes kann am Anfang ein Konzentrations- und damit ein Ausbildungshindernis sein. Wegen seiner Sensibilität verträgt er keine harte Hand. Aber lassen Sie sich von dem treuen Blick nicht täuschen; der Hund weiß genau, was er will. Wer ihm eine konsequente aber liebevolle Erziehung bietet, wird in dem gelehrigen Temperamentsbündel einen verlässlichen und aufmerksamen Jagdbegleiter und anhänglichen Familienhund finden, der ständig den Kontakt zum Menschen sucht. Im Zusammenleben mit seinen Menschen ist er sehr daran interessiert, ihnen zu gefallen. Die Engländer nennen diese Eigenschaft "will to please". Durch seinen hohen Arbeitswillen und sein Temperament eignet er sich weniger als reiner Familienhund. Ausreichende und sinnvolle Beschäftigung sind sehr wichtig für den wasserliebenden Flatcoated Retriever. Ursprünglich ein reiner Apportierhund, ist dies auch noch heute seine Passion. Besonders die Dummyarbeit fördert optimal seine Veranlagungen. Neben der Rettungsarbeit, eignet er sich auch für Obedience, Agility und weitere Hundesportarten.

Flat Coated Retriever

Golden Retriever

Golden-Retriever

Der Golden Retriever ist ein intelligenter, freudig arbeitender Hund, dem auch extreme, nasskalte Witterungsbedingungen nichts ausmachen. Dem steht allerdings eine relativ starke Empfindlichkeit hinsichtlich hoher Temperaturen gegenüber. Grundsätzlich ist die Rasse ruhig, geduldig, aufmerksam und gilt als nicht aggressiv. Sein Schutztrieb ist im Vergleich zu anderen Hunderassen – wenn überhaupt – nur rudimentär entwickelt. Eine große Apportierleidenschaft ist dem Golden Retriever angeboren und er will seinem Herrchen stets „gefallen“. Er ist sehr kinderfreundlich und menschenbezogen. Dadurch hat sich der Golden Retriever seinen Platz als Familienhund behauptet.

Charakterbeschreibung gemäß Rassestandard des FCI:
Wille zum Gehorsam, intelligent mit natuürlicher Anlage zu arbeiten. Freundlich, liebenswürdig und zutraulich.

Gesundheit:
Der Golden Retriever kann mit einem Herzfehler oder fehlgebildeten Augenlidern, an Epilepsie oder einer Unterfunktion der Schilddrüse leiden. Hüftgelenksdysplasie, Netzhaut-Rückbildung und Grauer Star sind auch verbreitet.

Klassifizierung gemäß FCI: Apportierhund

 

Golden Retriever

Labrador Retriever

Labrador-Retriever

Labrador Retriever sind sehr gutmütige und freundliche Hunde. Jegliche Art von Schärfe, Aggressivität oder Scheue gegenüber Menschen sind dem rassetypischen Labrador fern. Der Labrador Retriever verhält sich sowohl seiner Umwelt als auch Menschen gegenüber freundlich, aufgeschlossen und neugierig. Er fühlt sich in der Gegenwart von Menschen wohl und zeigt auch keine Scheue, Angst oder Unsicherheit, wenn diese ihm zu nahe kommen. Der Labrador Retriever ist ein sehr geduldiger und ausgeglichener Hund. Dies rührt wahrscheinlich von seiner langjährigen jagdlichen Nutzung her. Als Apportierhund hatte der Labrador Retriever während der Jagd neben seinem Halter zu liegen, bis das Wild aufgestöbert und geschossen war, um dann das tote Wild zu apportieren. Geblieben ist dem Labrador Retriever auch seine Liebe zum Wasser und zum Apportieren.
Trotz seiner eigentlich sehr ruhigen Art benötigt der Labrador Retriever viel geistige und körperliche Beschäftigung. Ein Labrador Retriever bringt einen ausgeprägten „will to please“ mit. Das heißt, er hat das starke Bedürfnis, seinem Besitzer zu gefallen. Dies macht den Labrador Retriever zu einem Hund, der auch bei Anfängern sehr beliebt ist.

Charakterbeschreibung gemäß Rassestandard des FCI:
Ausgeglichen, sehr aufgeweckt. Vorzügliche Nase, weiches Maul; begeisternde Wasser-Freudigkeit. Anpassungsfähiger, hingebungsvoller Begleiter. Intelligent, eifrig und willig, mit grossem Bedürfnis seinem Besitzer Freude zu bereiten. Von freundlichem Naturell, mit keinerlei Anzeichen von Aggressivität oder deutlicher Scheue.

Gesundheit:
Die Fibrinoide Leukodystrophie (Alexander’s Disease) ist eine sehr selten auftretende und sich schnell verschlechternde Erkrankung des Rückenmarks mit Lähmungen und Bewegungsstörungen. Die Axonopathie des Labradors ist eine Degeneration der weißen Substanz. Wie alle großen und schweren Hunde besteht bei dem Labrador Retriever die Gefahr einer Hüftgelenksdysplasie (HD) sowie einer Ellenbogendysplasie (ED). Neben den Skletterkrankungen ist auch die Vererbung verschiedener Augenkrankheiten möglich. Hierbei handelt es sich um die Progressive Retinaatrophie (PRA), den erblichen Katarakt (HC) und die Retinadysplasie (RD).

Klassifizierung gemäß FCI: Apportierhund

 

Labrador Retriever