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Windhunde

Windhunde (veraltet Windspiele) ist die Bezeichnung für alle hochläufigen, schlanken Hetzhunde, die ihre Beute auf Sicht jagen. Sie verfolgen ihre Beute also nicht mit Hilfe des Geruchssinns, sondern mit Hilfe des Sehsinns. Deswegen werden sie im Englischen auch als Sighthound („Sichthund“) oder Gazehound  („Blickhund“) bezeichnet. Ihre ursprüngliche Aufgabe bestand darin, gesundes Wild (Hasen, Füchse, Rehe) im Laufen einzuholen, woraus sich die französische Bezeichnung Lévrier („Hasenhund“) ableitet. In den meisten europäischen Ländern werden sie jedoch heute nur noch als Haus- und Begleithunde gehalten. Windhunde zählen mit Spitzengeschwindigkeiten bis 90 km/h nach den Geparden zu den schnellsten Landtieren der Erde.

Afghanischer Windhund

Afghan-Hound

Im Haus sanft, ruhig, unauffällig; draußen kann sich die Jagdleidenschaft durchsetzen, das geht so weit, dass er in Wald und Flur nicht abgeleint werden kann. In der Regel ist er verträglich mit Artgenossen, kein Schutztrieb. Sein Gang gilt als Stolz, was auch sein Wesen wieder gibt. Unabhängigkeit und absolute Ruhe sind Markenzeichen dieser Hunde in jeder Ausbildungsart. Jedoch sind Afghanen auch sehr sensibel und können bei falscher Handhabung misstrauisch gegenüber Fremden werden. Mit Kindern kommen sie gut klar, jedoch sollten diese auf Grund der enormen Größe der Rasse schon etwas älter sein, um mit dem Hund alleine Gassi zu gehen.

Charakterbeschreibung gemäß Rassestandard des FCI:
Der östliche bzw. orientalische Ausdruck ist für die Rasse typisch. Der Afghane schaut jemanden an und durch ihn hindurch. Würdevoll und zurückhaltend, mit einem gewissen leidenschaftlichen Ungestüm.

Gesundheit:
Die Afghanenmyelopathie ist eine vermutlich erblich bedingte Erkrankung des Rückenmarks, die zu einer vollständigen Gliedmaßenlähmung führt.

Klassifizierung gemäß FCI: Windhund

 

Afghanischer Windhund

Barsoi

Borzoi

Der Barsoi (auch Borzoi) ist ein ausgeglichener, gutartiger und selbstbewußter Hund, der seinem Halter treu ergeben ist. Fremden gegenüber verhält er sich reserviert. Der Barsoi braucht eine ruhige, sachgerechte und konsequente Erziehung. Er ist also kein Hund für Anfänger. Barsois brauchen einen engen Kontakt zu ihrer Familie und sind deshalb für eine Zwingerhaltung nicht geeignet.

Charakterbeschreibung gemäß Rassestandard des FCI:
Im Alltagsleben zeigt der Barsoi ein ruhiges und ausgeglichenes Wesen. Angesichts von Wild erregt er sich rasch. Er hat einen scharfen Blick und kann sehr weit sehen. Seine Reaktionen sind ungestüm.

Gesundheit:
Der Barsoi ist wie viele große bis sehr große Hunde anfällig für Magendrehung. Wegen seiner Verwandtschaft zum Collie gilt er als zur Risikogruppe der Hunde mit MDR1-Gendefekt gehörig.

Klassifizierung gemäß FCI: Windhund

 

Barsoi

Greyhound

Greyhound

Von einigen Clownereien und Kapriolen in Jugendjahren abgesehen, gibt es kaum einen angenehmeren und sanfteren Begleiter. Aggressivität ist eher nicht zu erwarten. Bemerkenswert ist seine geradezu fanatische Anhänglichkeit, er ist mitunter wie eine „zweite Haut“, was durchaus auch einmal lästig werden kann. Wachhundeigenschaften sind wenig bis gar nicht vorhanden; ein Fremder wird vielleicht ein, zweimal verbellt, um danach entweder stürmisch begrüßt oder aber gelangweilt ignoriert zu werden. Anderen Hunden gegenüber verhält sich der Greyhound meist zurückhaltend-freundlich. Über den Jagdtrieb des Greyhounds muß man sich in freiem Gelände stets im Klaren sein und die Augen offenhalten! Das Bewegungsbedürfnis selbst ist weitaus geringer als häufig angenommen. Ein Greyhound, der sich ohne Leine austoben kann, ist mitunter nach einer Stunde über die Wiesen flitzen, traben und herumschnüffeln erschöpft und zufrieden, ein ausdauernder Läufer ist er nicht. Der Greyhound ist höchstzufrieden, wenn er seinen Platz auf Bett oder Sofa einnehmen und seiner in der Wohnung bevorzugten Tätigkeit nachgehen kann: dösen.

Charakterbeschreibung gemäß Rassestandard des FCI:
Er besitzt ein bemerkenswertes Durchhaltevermögen und Ausdauer. Intelligent, freundlich, anhänglich und ausgeglichen.

Gesundheit:
Als rassetypische Disposition lässt sich die Greysperre erwähnen, die bei starker, übermäßiger Belastung (Hetztrieb) oft auch in Kombination mit zu wenig Wasser und höherer Temperatur auftreten kann. In diesem Fall ist sehr häufig ein sehr steifer Gang (bis zur Bewegungsunfähigkeit verkrampfte Muskeln) und häufig auch dunkler Urin zu beobachten.

Klassifizierung gemäß FCI: Windhund

 

Greyhound

Italienisches Windspiel

Italian-Greyhound

Das Italienische Windspiel (auch Italian Greyhound genannt) ist ein intelligenter, anhänglicher und sehr munterer Hund, der aber auch recht dominant sein soll. Bei seinem liebevollen und fröhlichen Wesen fällt es nicht immer leicht, die bei seiner Erziehung nötige Konsequenz zu zeigen.

Charakterbeschreibung gemäß Rassestandard des FCI:
Zurückhaltend, zärtlich, fügsam.

Gesundheit:
Zu den verbreiteten Krankheiten beim italienischen Windspiel gehören: Colour Dilution Alopecia, Epilepsie, Knochenbrüche, Megaösophagus, Patellaluxation, Progressive Retinaatrophie, Zahnsteinbildung.

Klassifizierung gemäß FCI: Windhund

 

Italienisches Windspiel